Die Venus von Milo- ein Rohling?
Natürlich maßt sich H&M nicht an, die Leistung des Unternehmens als Kunst zu bezeichnen. Aber ein anspruchsvolles Kunsthandwerk ist die Tätigkeit von H&M schon. Und immerhin hat auch die „Venus von Milo“ vor über 2000 Jahren ganz klein angefangen. Als Rohling.
Freilich wäre es dem unbekannten antiken Venus-Schöpfer wohl egal gewesen, ob sein Statuetten-Rohling nun ein paar Millimeter länger oder breiter ist. Und auch an welcher Stelle genau er den Meißel ansetzt, wäre vermutlich für die Form des Endproduktes nicht entscheidend gewesen.
Anders bei H&M. Die Präzisionsfräsen wollen es immer ganz genau wissen: welche Form hat das Werkstück und an welchem Punkt beginnt die akribisch vorgezeichnete Reise durch das Material? Der Grund: die Route des Fräsers durch die drei Dimensionen des Objektes ist von eben dieser Ursprungsstelle aus exakt vorgegeben – via Tebis auf Bruchteile eines Zehntel Millimeters.
Um die Arbeitsdauer zu verkürzen, wird der Rohling so vorbereitet, dass er möglichst gut zu bearbeiten ist und der Fräser nur so viel Material aus dem Weg zu räumen hat, wie unbedingt nötig.
Die Qualität des Endproduktes steht und fällt mit der sorgfältigen Vorbereitung – ganz gleich, ob es sich um ein Datenkontrollmodell, ein Schaumwerkzeug, ein Cubingmodell oder eine Prüflehre handelt.
Und so wird erst einmal gesägt, gehobelt, geschliffen und gemessen – so lange bis der Rohling die idealen Maße für die anschließende Vollendung zur gewünschten Form hat.













